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Thema: Allheilmittel Elektroauto?
jjpoelli
(offline)
Moderator


Für Stadt und Landkreis Mühldorf a. Inn

Beiträge: 47
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Mitglied seit: 29.09.2009

Deutschland
jjpoelli 
icon1  Allheilmittel Elektroauto? #1 Datum: 02.02.2010, 14:02  

"Umweltverschmutzung" - "Primärenergieknappheit" - "Abkehr vom Öl" - "Unabhängigkeit von Ölförderländern"

Das alles sind Schlagworte, die uns heute auf Schritt und Tritt begegnen.

Zur Lösung gibt es viele Ansätze, manche praktikabel, manche utopisch. Manche finanzierbar, andere nicht.

Im Straßenverkehr liegt zur Zeit das Heil im Elektroauto - zumindest wenn man der Presse Glauben schenkt.

Als "gebürtiger Elektrotechniker" (also als Elektroingenieur mit Leib und Seele) möchte ich hier eine Lanze

für den Dieselmotor und gegen den Elektroantrieb brechen - zumindest in der Form, wie er derzeit diskutiert wird:

Ganz abgesehen von der fehlenden Infrastruktur mit Ladestationen und Abrechnungssystemen stehen folgende eindeutige

Fakten gegen Autos mit Elektroantrieb:

  • Die Herstellung von Akkumulatoren (und zwar egal welcher Technik) erfordert sehr viel Energie und Chemie. Diese belastet extrem die Umwelt und kostet sehr viel Primärenergie.
  • Selbst bei bester Pflege halten heutige LiIon-Akkus maximal 1000 Lade-/Entladezyklen. "Beste Pflege" beinhaltet etwa konstante Temperatur, in unseren Breitengraden kaum zu halten. 1000 Lade-/Entladezyklen mit einer erzielbaren Reichweite von 150 km entspricht gerade einmal 150.000 km. Dann ist das Auto schrottreif, weil ein neuer Auto 60% der Anschaffungskosten des Autos ausmacht.
  • Kernkraftwerke sollen abgeschaltet werden, Kohlekraftwerke sollen nicht gebaut werden und Flüsse sollen frei fließen dürfen - sogar Windkraftanlagen stören das ästhetische Empfinden der Landschaftsbetrachter. Woher also soll der Strom kommen, mit dem die Autos fahren sollen?
  • In Elektroautos ist eine große Menge Kupfer verbaut. Dieses teuere und wertvolle Edelmetall steht nicht unbegrenzt zur Verfügung. Wer könnte verbrauchte Elektroautos so entsorgen, daß man das Kupfer tatsächlich wiederverwenden könnte?
  • Die ökologische Gesamtbilanz ist katastrophal: Berechnet man den Wirkungsgrad von Kraftwerken mit ca. 35%, die Verluste der Umform- und Übertragungstechnik, die Verluste von Ladestationen und die Selbstentladung der Akkus, dann kosten 100 km mit einem Elektroauto das Doppelte dessen, was sie heute mit einem dieselmotorbetriebenen Auto kosten.


Auch die vielgepriesene Hybridtechnik ist kein Ausweg:

  • Die Hybridtechnik wurde in den 80er Jahren an der RWTH in Aachen entwickelt. Damals wollte sie kein Hersteller einsetzen: Zu kompliziert, zu teuer, zu schwache Steuercomputer, zu schlechte Akkus.
  • Weil sie mit den deutschen Dieselmotoren nicht mithalten konnten, besannen sich die Japaner auf die Hybridtechnik als Alternative (und weil die Amerikaner mit Dieselmotoren nichts anfangen können...) Sie bauten diese unsäglich komplizierte und umweltschädliche (es sind die selben umweltschädlichen Akkus in Hybridfahrzeugen, wie sie in Elektroautos eingesetz werden sollen) Technik und starteten eine teuere und aufwändige Werbestrategie, die alle Hersteller als rückständig erscheinen ließ, die nicht auf den Hybridzug aufsprangen.
  • Es läuft das selbe Spiel wie in den 70er Jahren mit der Videotechnik: Obwohl damals Video2000 das wesentlich bessere System war, drückten die Japaner mit Macht VHS in den Markt, so lange bis Philips/Grundig aufgeben mußten: Geld gegen Technik und Vernunft!


Dagegen steht der direkteinspritzende Dieselmotor, den zuerst Audi auf den Markt brachte:

Egal ob Pumpe/Düse-Technik oder Common-Rail: Mit der Direkteinspritztechnik und der neuen BlueMotion-Technik (Diese Technik heißt bei jedem Hersteller etwas anders, bedeutet aber weitgehend das selbe) konnte der Verbrauch so reduziert werden, daß z. Bsp. ein 3er BMW mit 160 PS nur 4,5 Liter/100 km verbraucht. Dabei hält der Diesel mindestens doppelt so lang wie der Akkumulator eines Elektroautos.

Die Umwelt- und die Energiebilanz sprechen derzeit eindeutig und ausschließlich für den Dieselmotor.

Einen Ausweg bietet - nach derzeitigem Stand der Dinge - ausschließlich die Wasserstofftechnik. Wasserstoff kann mit Sonnenenergie gewonnen werden und so (fast) kostenlos zu uns transportiert und hier umweltneutral verwendet werden. Leider ist diese Technik nicht einfach zu handeln und auch nicht ungefährlich.

BMW hatte mit dem Wasserstoffantrieb den einzig gangbaren Ausweg beschritten, mußte aber vor dem Hintergrund des Hybrid-Hypes diesen Weg aufgeben.

Vielleicht bringt die Brennstoffzelle eines Tages eine Lösung.

In der aktuellen Form (Akkumulator/Elektromotor) ist das Elektroauto ein Weg in die Sackgasse, der noch mehr Primärenergieverbrauch und zusätzliche Aufheizung der Umwelt durch Verluste in Stromerzeugung und Übertragung mit sich bringt.

Was sagen Sie dazu?
Video ist nicht gleich Video. Aus manchen Aufnahmen kann man nur Videoclips machen, aus anderen richtige Fernsehbeiträge.


(Bisher wurde dieser Beitrag 6 mal editiert, als letztes von jjpoelli am 02.02.2010 @ 14:15)
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jjpoelli
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Für Stadt und Landkreis Mühldorf a. Inn

Beiträge: 47
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Mitglied seit: 29.09.2009

Deutschland
jjpoelli 
icon1  Re: Allheilmittel Elektroauto? #2 Datum: 10.02.2010, 21:27  

"Die größte Rückrufaktion in der Geschichte des industriellen Automobilbaus" - na - das ist doch etwas....

Und es trifft den Toyota Prius! Das vielgepriesene alltagstaugliche Hybridauto.

Interessant ist, daß die Börsen Toyota dafür nicht abstrafen. Es würde mich interessieren, was die Börsen mit Audi oder VW oder Mercedes oder BMW gemacht hätten, wäre hierzulande so etwas passiert!

Es heißt zwar immer - beim Geld hört der Spaß auf.... und hier? Durcheinander!
Video ist nicht gleich Video. Aus manchen Aufnahmen kann man nur Videoclips machen, aus anderen richtige Fernsehbeiträge.


(Bisher wurde dieser Beitrag 1 mal editiert, als letztes von jjpoelli am 10.02.2010 @ 21:28)
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