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Board >>  Lokal >>  Was Mühldorf bewegt >> Der Schuetzen- und Trachtenzug muss bleiben - jedes Jahr!
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Thema: Der Schuetzen- und Trachtenzug muss bleiben - jedes Jahr!
jjpoelli
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Für Stadt und Landkreis Mühldorf a. Inn

Beiträge: 47
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Mitglied seit: 29.09.2009

Deutschland
jjpoelli 
icon1  Der Schuetzen- und Trachtenzug muss bleiben - jedes Jahr! #1 Datum: 02.05.2010, 10:40  

Mühldorf ist mit seinen 17.000 Einwohnern nicht gerade eine Großstadt.

Und trotzdem hat sich Mühldorf in den zurückliegenden 20 Jahren zu einem Städtchen entwickelt, dem überregionale Bedeutung zukommt.

Dazu tragen viele Faktoren bei: Die vorteilhafte Lage, die vielen Einwohner im Umland, deren Arbeitskraft die Ansiedlung von Betrieben begünstigt hat. Dazu eine vorausschauende und unterstützende Politik, die ein Klima geschaffen, das die Stadt - und auch den Landkreis - attraktiv gemacht hat.

Viele Großereignisse haben unsere Stadt und unseren Landkreis weit über ihre Grenzen hinaus bekannt und beliebt gemacht. Dazu gehören Oldtimer- und Teilemarkt, Sandbahnrennen, Altstadtfest, Schützen- und Trachtenzug und viele Veranstaltungen im kulturellen Bereich.

Wenn nun die CSU-Fraktion im Stadtrat beantragt, Altstadtfest und Schützen- und Trachtenzug abwechselnd nur jedes zweite Jahr auszutragen, dann ist dieser Antrag vor dem Hintergrund der schwierigen Finanzlage sicher berechtigt.

Gerade der Schützen- und Trachtenzug - immerhin der zweitgrößte in Bayern - darf aber nicht dem Rotstift zum Opfer fallen - nicht einmal ansatzweise!

Schützen, Trachtler, Blaskapellen und Brauchtumsvereine machen unsere bayerische Identität aus. Sie geben uns ein Selbstbewußtsein und eine Heimatverwurzelung, die es in kaum einer anderen Region gibt.

Dies zu pflegen kann nicht allein die Aufgabe der Vereine sein.

Es kann auch nicht sein, daß Mühldorf allein die Kosten des Zuges trägt.

Es muß die Aufgabe der gesamten Region sein, unsere Wurzeln zu pflegen. An den Kosten dafür müssen sich auch die Kommunen im Umland beteiligen, auf die auch bisher schon das Licht des Ereignisses ausgestrahlt hat.

Der zweitgrößte bayerische Schützen- und Trachtenzug in Mühldorf muß bleiben. Und das jedes Jahr.

Video ist nicht gleich Video. Aus manchen Aufnahmen kann man nur Videoclips machen, aus anderen richtige Fernsehbeiträge.
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A-Hofer
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Beiträge: 3

Mitglied seit: 03.11.2009

Deutschland
icon1  Kein Streusalz und Schlaglöcher dafür Schuetzen- und Trachtenzug? #2 Datum: 03.05.2010, 15:42  

Warum soll die Stadt, sollen die Bürger einer Stadt Feste und Veranstaltungen finanzieren, die keinen Profit abwerfen?

Runde Geburtstage werden in der Regel gebührend gefeiert. Kein Mensch käme jedoch auf die Idee, sich jedes Jahr noch höher zu verschulden, um Hochzeits- oder Geburtstagsfeier finanzieren zu können.

Gespart wird stattdessen bei Straßenbeleuchtung, Schlaglöchern, Sanierung usw..

Dinge, die die Bürger der Stadt täglich am eigenen Leibe spüren.
Wofür?
Für Events? Die Stadt wird sich künftig viele teure Events leisten müssen, will sie die Bürger weiterhin von der maroden Alltagslage ablenken. Nicht nur in Mühldorf- im ganzen Land.

Deshalb sind Sparvorschläge zu begrüßen!
Wie weit dies in anderen Städten Deutschlands bereits vorangeschritten ist, zeigt das Beispiel Solingen. Irgendwann, wird das auch in Mühldorf so sein.
http://www.solingen-spart.de/

Die Methode „sparen ja- nur nicht bei mir“- hat diese missliche Finanzlage erst verursacht.. Und hinterher will es wieder keiner gewesen sein..

Es wird erst nach derlei Spar- Vorschlägen wie dem der Mühldorfer CSU eine Diskussion angefacht.

Traurig genug, dass immer noch viele Menschen beim kopflosen „weiter so“ verweilen.. Weiter so- mit Vollgas in den Abgrund! Oder in den nächsten Winter und dem damit verbundenen Sparen an Streusalzvorräten..



(Bisher wurde dieser Beitrag 1 mal editiert, als letztes von A-Hofer am 03.05.2010 @ 15:45)
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jjpoelli
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Für Stadt und Landkreis Mühldorf a. Inn

Beiträge: 47
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Mitglied seit: 29.09.2009

Deutschland
jjpoelli 
icon1  Re: Der Schuetzen- und Trachtenzug muss bleiben - jedes Jahr! #3 Datum: 03.05.2010, 23:42  

71% der deutschen Kommunen haben 2010 keinen genehmigungsfähigen Haushalt! Das ist großteils bedingt durch die Gesetzgebung der schwarz/gelben Koalition in Berlin. Der Mühldorfer Haushalt ist trotz hoher Schulden genehmigungsfähig.

Hanau in Hessen muß das Jugendzentrum, das Hallenbad und das Freibad schließen und hat kein Geld für die Sanierung von Schlaglöchern und Straßenlaternen! In Mühldorf wurde diese Woche die Ahamer Straße halbseitig für Sanierungsarbeiten gesperrt und die Renovierung der Münchner Straße in Angriff genommen.

Solingen spart: Mühldorf ist die 11. einzelhandelsumsatzstärkste Stadt Deutschlands. Mit Solingen in keinem einzigen Punkt vergleichbar.

Mühldorf hat Stadtgespräche um alle Kräfte dahingehend einzubinden, die Stadt für die Zukunft sicher zu machen - trotz ihrer schon jetzt herausragenden Stellung.

Manche Städte müssen ihre Stadtwerke verkaufen. Die Stadtwerke Mühldorf überweisen noch immer Gewinn an die Stadt. (wenn auch nicht mehr so viel) Innfähre, Freibad, Hallenbad, Eisbahn, alles bleibt den Bürgern zur Verfügung - wie bisher.

Andere Städte schließen ihre Schulen oder legen sie zusammen. Mühldorf hat vor wenigen Jahren die modernste Hauptschule Deutschlands gebaut und eingeweiht.

Andere Städte müssen einen Strukturwandel durch Firmenpleiten und Firmenwegzug verkraften. In Mühldorf gibt es große Diskussionen, weil sich schon wieder eine Firma mit 400 bis 650 Arbeitsplätzen ansiedeln will!

Andere Städte klagen über Leerstand an Einzelhandeslokalitäten. Kürzlich hatte ein Mühldorfer Ladeninhaber 28 Bewerbungen für seinen kleinen Laden.

Andere Städte sehen keinen Ausweg aus den rezessionsbedingten Einnahmeausfällen. Mühldorf besitzt Baugrund im Wert von Millionen Euro, der jederzeit verkauft werden kann. Zudem bietet Mühldorf ein Grundstücksmodell, das das Bauen für Familien besonders fördert.

Dunkle Straßen in der Nacht kann ich nicht finden. Schlaglöcher weiß ich keine. Zumindest keine, vor denen nicht das "Achtung Baustelle"-Verkehrszeichen stünde.

Andere Städte dünnen den ÖPNV aus, Mühldorf ist dabei neue Buslinien zu schaffen, die Bahn und Bus besser koordnieren sollen. Die kosten die Stadt 60.000 Euro zusätzlich pro Jahr.

Da fallen die 30.000 Euro für den Schützen- und Trachtenzug, der Mühldorf bundes- ja europaweit - bekannt macht und die beste Werbung für die ganze Region Süd-Ost-Bayern ist überhaupt nicht ins Gewicht.

Vom Erhalt unserer bayerischen Identität ganz zu schweigen. Ohne unsere Identität und Attraktivität käme ohne ausgebauter Bahnlinie und ohne Autobahn niemand zu uns.

Aber sie kommen doch. 1.400 Neubürger kommen pro Jahr nach Mühldorf.

Weil wir sind, wer wir sind: Bayern mit Herz und Verstand.

Und mit Schützen- und Trachtenzug. Lächeln

Das gilt nicht für das austauschbare Altstadtfest. Darauf kann die Stadt zu Gunsten des Volksfestes gern verzichten und es wieder darauf zurückführen, was es früher einmal war: Ein Fest von Mühldorfern für Mühldorfer.
Video ist nicht gleich Video. Aus manchen Aufnahmen kann man nur Videoclips machen, aus anderen richtige Fernsehbeiträge.


(Bisher wurde dieser Beitrag 3 mal editiert, als letztes von jjpoelli am 04.05.2010 @ 00:08)
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A-Hofer
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Beiträge: 3

Mitglied seit: 03.11.2009

Deutschland
icon1  Re: Der Schuetzen- und Trachtenzug muss bleiben - jedes Jahr! #4 Datum: 04.05.2010, 17:12  

Ob der Haushalt der Gemeinde Mühldorf so „genehmigungsfähig“ war, wie hier dargestellt, wird sich in der Zukunft zeigen.

Am Kauf der HGAA und dem BayernLB- Desaster will heute auch niemand schuldig sein.. Trotz vorheriger, diverser (interner) Vermerke in der Bayer. Staatskanzlei.
Dass die heute nicht mehr auffindbar sein werden, trotz Hausdurchsuchungen der Staatsanwaltschaft, darf bezweifelt werden!

Natürlich gibt es wahre Schlaglochpromenaden in Mühldorf- sogar auf überstädtisch frequentierten Straßen:

Überregionale Bekanntheit als „Schlaglochzufahrt zum Bahnhofsparkhaus in Mühldorf“ hat die Bischof- von- Ketteler- Straße längst erreicht! Und das ist nicht die einzigste Straße in Mühldorf, deren Zustand an ein 3. Welt- Land erinnern lässt!
Trotz der „überstädtischen“ Bedeutung der Straße, einer Visitenkarte, quasi als „Vorhof“ des Bahnhofs, zeigt sie das Gegenteil dessen, wie sich Mühldorf ansonsten darstellen mag:
10 cm tiefe Spurrillen, Schlaglöcher & miserable Beleuchtung. Gerade im Winter ein echter Genuss für lebensmüde Fahrradfahrer oder Damen, deren Auftreten im Job modische Schuhe mit Absatz erfordert..

Der Stadtbus Mühldorf ist mehr ein Heißlufttransporter, als ein bürgergerechter ÖPNV.
Diesen Service der Stadt nutzen derzeit drei bis vier Personen pro Fahrt, im Durchschnitt. Wer hier weitere Steuergelder investieren muss, um die Fahrpläne an die Bahn angleichen zu können, anstatt das bisherige System zu überarbeiten, ist selbst schuld. Letzte Fahrplanänderung: Mitte des Jahres 2006(!!!)!

Zum eigentlich Diskussionspunkt Trachtenzug:
30.000 Euro für ein jährliches Folklore- Event während andererseits das Streusalz für die Straßen im Winter ausgeht, ist ein weiteres Indiz für die verkehrte Welt in diesem Land!

29 Mio Arbeitnehmer in sozialversicherungspflichtigen Jobs müssen 20 Mio Rentner und 10 Mio Arbeitslose u. HartzIV- Empfänger finanzieren!
Wenn dann endlich einmal eine Regierung auch solche Menschen (mit Steuergeschenken) entlastet (zu Lasten anderer), wird sofort wieder gejammert!

Ganz so als wäre es legitim, dass nur Bund, Länder und Kommunen darüber bestimmen dürfen, wofür das erarbeitete Geld ausgegeben wird.. Auf keinen Fall die Bürger selbst!

Wenn sich der Trachtenzug künftig von selbst finanzieren würde, wird niemand etwas gegen die Veranstaltung vorzubringen haben. Auf Kosten der Steuerzahler ist es jedoch zu hinterfragen, warum soviel Geld für derlei ausgegeben wird und welcher tatsächliche Nutzen für die „Investoren“ hinterher wirtschaftlich festzustellen ist (Werbung für die Stadt, Tourismus, Übernachtungszahlen, Absatz von Getränken und Speisen in der Gastronomie etc.).

Dauernd nur nach Staat und Kommunen zu betteln, die wegen derlei ihre täglichen Aufgaben mittlerweile vernachlässigen müssen, ist der falsche Weg.

Bayern ist längst nicht mehr so bayerisch, wie immer getan wird. Der Raum Mühldorf auch nicht mehr. Die Menschen haben sich verändert, die Gesellschaft hat sich verändert, nicht nur deren Sprache.

Und das trotz jährlich stattfindendem Trachten- und Schützenumzug.. Auch wenns schade ist..
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jjpoelli
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Für Stadt und Landkreis Mühldorf a. Inn

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jjpoelli 
icon1  Re: Der Schuetzen- und Trachtenzug muss bleiben - jedes Jahr! #5 Datum: 04.05.2010, 18:40  

Was die CSU-geführten Staatsregierungen in München machen oder gemacht haben, ist nicht Thema dieser Diskussion. Auch nicht die Finanzpolitik und die Sozialpolitik der Bundesregierungen.

Bezüglich der angeblichen Schlaglochpromenade Richtung Parkhaus am Bahnhof stellen sich zwei Fragen:

1. Wer hat das Parkhaus gebaut? Und wem kommt es zu Gute?
2. Warum wurde die Straße bislang nicht saniert (es sind doch nur wenige hundert Meter)? (obwohl gerade heute wieder die Sanierung eines weiteren Stücks der Münchner Straße in Angriff genommen wurde?)

Vielleicht gibt's ja da ganz andere Gründe als den Geldmangel der Stadt??

Es kann nicht Aufgabe der Stadt - und damit des Steuerzahlers sein, Infrastruktur zu schaffen, damit ein Staatsunternehmen (oder eine GmbH im Staatsbesitz) mehr Umsatz macht, und hilft, den Firmen in München Arbeitskräfte zuzuführen, damit sie dort mehr Umsatz machen und dort mehr Steuern zahlen.

Daß die Stadt das trotzdem gemacht hat, das zeigt die wirtschaftsfreundliche Haltung und die Förderung der Arbeitnehmer und ihrer Familien. Die Hoffnung: Das in München verdiente Geld möchten die Arbeitnehmer in Mühldorfer Geschäften ausgeben.

Der Stadtbus ist wie er ist. Man wird weit suchen müssen, bis man eine Stadt in der Größe Mühldorfs findet, die zu diesem Preis ein so dichtes Busnetz anbieten kann. Ein - wie gefordert - bürgergerechter ÖPNV wäre für unsere Kleinstadt nicht finanzierbar. Auch uns fehlen manche Busverbindungen. Die Kosten hierfür übersteigen aber leider den Nutzen. Die vorstehende Kritik basiert leider auf einem Mangel an Sachkenntnis.

Die Feststellung, die Stadt müsse ihre täglichen Aufgaben vernachlässigen entbehrt wohl der Grundlage. Vielmehr wurde erst vor wenigen Tagen ein neues Jugendzentrum eingeweiht. Die Stadt hatte ein leerstehendes Anwesen gekauft und mit Eigenmitteln umgebaut und angepaßt. Auch diese Äußerung entbehrt wohl der Sachkenntnis.

Vor zwei Jahren mußte die Stadt ein einziges Mal Schnee räumen und Salz streuen. Alle Klimaspezialisten sprechen von einer jährlichen Erwärmung. Man muß sich wundern, daß die Stadt vor diesem Hintergrund so viel Streusalz auf Lager hatte, daß es für diesen strengen Winter gereicht hat. Es gibt halt für jeden Sachverhalt Hintergründe.

Und festzustellen, Bayern wäre nicht mehr Bayern ist eine Kapitulation, die wir uns - obwohl sicher von manchen Kreisen gewünscht - niemals unterwerfen dürfen. Vielmehr stellt sich die Frage, warum es in Bayern zwar Programme zur Integration von Migranten gibt, aber sich niemand um die Eingliederung zuziehender Nord- oder Ostdeutscher kümmert. Eine Aufgabe, die dringend angepackt werden muß.

Und ein Instrument dazu ist der Schützen- und Trachtenzug.
Video ist nicht gleich Video. Aus manchen Aufnahmen kann man nur Videoclips machen, aus anderen richtige Fernsehbeiträge.


(Bisher wurde dieser Beitrag 2 mal editiert, als letztes von jjpoelli am 04.05.2010 @ 18:58)
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